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Petition an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

Liebe Mitglieder und Jemen-Interessierte,

wir danken allen, die bis heute die Petition unterschrieben haben! Der Krieg, verbunden mit Tod, Hunger und Zerstörung geht weiter. Wir wollen nicht zusehen, wie ein so schönes Land mit unheimlich viel Menschlichkeit und Potential zerstört wird. Wir brauchen noch viel mehr Unterstützer! Bitte gebt den Link weiter an Freunde und Jemen-Interessierte! Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen mit 1000 Unterschriften und mehr. Für unsere Freunde und Kollegen im Jemen gibt es keine Pause vom Krieg. Sie brauchen unsere Unterstützung und Solidarität jetzt und jeden Tag!

Gudrun Orth für den Vorstand der DJG


Stoppt die Gewalt im Jemen, beendet die See- und Luftblockade, keine Waffenlieferungen an Konfliktparteien


Der Vorstand der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft beobachtet die Ereignisse im Jemen mit größter Sorge. Seit Wochen leidet die Bevölkerung nicht nur unter heftigen Bombardements, in den Städten kommt es zudem ständig zu Kampfhandlungen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Zivilpersonen sind und werden Opfer der Konflikte, die die Politik bisher nicht löste. Der nationale Dialog ließ sowohl die Jemeniten als auch die internationale Gemeinschaft auf eine friedliche Lösung der seit langem schwelenden Konflikte hoffen. Viele Gruppierungen und Individuen im Jemen befürworten noch immer den Weg des Friedens und der Kooperation. Alle derartigen Bemühungen werden mit den aktuellen Interventionen und kriegerischen Handlungen zunichte gemacht.

Die humanitäre Lage hat sich durch die kriegerischen Handlungen verschärft. Bereits im Februar 2015 waren 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch die Seeblockade wird das Land von humanitärer Hilfe und regulärem Handel abgeschnitten. Als Folge fehlt es im ganzen Land an Benzin, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Die Infrastruktur des Landes (Krankenversorgung, Transport, Kommunikation) droht jederzeit völlig zusammen zu brechen.

Die Deutsch-Jemenitische Gesellschaft bittet die Bundesregierung, sich mit allen diplomatischen Mitteln für die schnelle Beendigung der Kampfhandlungen einzusetzen. Insbesondere muss ein langfristiger Waffenstillstand zwischen den Parteien erreicht werden. Luft- und Seewege müssen geöffnet werden, so dass Lebensmittel, Benzin und Medikamente für die jemenitische Bevölkerung zugänglich gemacht werden können. Letztlich muss sichergestellt werden, dass im Sinne des internationalen Waffenhandelsabkommens keine der Konfliktparteien durch Waffenlieferungen unterstützt werden.

Das Wohlergehen des jemenitischen Volkes und die Unversehrtheit jedes Einzelnen muss oberste Priorität haben. Unsere Solidarität und Anteilnahme gilt dem jemenitischen Volk.

Unterzeichnen Sie den Petitionsbrief an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hier.