Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

vor Ihnen liegt der 50. Jahrgang des Jemen-Reports und auch wenn uns die fortgesetzt schreckliche Lage im Jemen das Feiern schwer macht, sind wir doch stolz auf das Geleistete! Hier spreche ich si­cherlich auch im Namen des langjährigen Redakteurs Horst Kopp, der diese Zeitschrift zu der deutschsprachigen Publikation zum Jemen gemacht hat. In nunmehr 50 Jahrgängen und sehr viel mehr Heften begleitet dieses Magazin nun schon die deutsch-jemenitischen Beziehungen und natürlich auch die Ereignisse im Jemen selbst - durch Dick und Dünn. Und dass auch schwere Zeiten den deutsch­ jemenitischen Beziehungen nichts anhaben können, zeigen das Engagement der DJG und ihrer einzelnen Mitglieder wie auch die Zusammenarbeit auf humanitärer und (entwicklungs-)politischer Ebene mit dem Jemen.

Anlässlich des runden Geburtstags dieses Magazins haben wir die deutsch-jemenitischen Beziehungen zum Thema eines Bilderwett­bewerbs gemacht, an welchem jemenitische Künstlerinnen aller Richtungen teilnehmen konnten. Die Jury bestand aus Horst Kopp, unserem Beiratsmitglied für Kunst, Kultur und Architektur, Joachim Gierlichs, und mir. Insgesamt haben wir über vierzig Einsendungen erhalten, von denen die Jury dreißig bewertet hat (die anderen ent­ sprachen nicht den Kriterien der Ausschreibung (Thema, vertikale Ausrichtung des Bildes, keine Flaggen und deren Farben)). Aus diesen dreißig Bildern haben wir zwei 1. Plätze (Vorder- und Rückseite) à 350,- EUR, drei 3. Plätze (die Cover der jeweiligen Sektionen im JR) à 100,- EUR und eine ,Special Mention' à 100,- EUR vergeben. Letztere Kategorie wurde an einen sechsjährigen Jungen aus Ta'iz vergeben, sein Bild finden Sie auf S. 105. Weitere der eingesandten Bilder finden Sie verstreut über das ganze Heft und auch im nächsten Heft werden wir noch einige davon bringen. Wir hoffen, Sie haben Spaß an der Art und Weise, wie sich diese jemenitischen Künstlerinnen mit den deutsch-jemenitischen Beziehungen auseinandergesetzt haben! Dieses Heft führt außerdem eine neue Rubrik ein: ,Ein Bild und seine Geschichte'. Hier stehen die Fotos unserer Reisen und Aufenthalte im Jemen im Vordergrund, verbunden mit einigen kurzen Zeilen zum Kontext des Bildes. Vielleicht stolpern Sie ja in der nächsten Zeit einmal wieder über Ihre alten Jemen-Bilder und finden da das eine oder andere, das Sie gerne mit uns teilen würden. So können wir auch in Zeiten, in denen wir selbst nicht dorthin reisen können, uns zumindest an das Schöne und Besondere aus unserer Zeit dort erinnern. Wir würden uns sehr über Ihre Beiträge freuen!

Zum Ende dieses Editorials kommen stets die Danksagungen und die müssen angesichts unseres Jubiläums zunächst vor allem an Horst Kopp gehen, ohne den die DJG und der Jemen-Report nicht das wären, was sie heute sind. Horst Kopp begleitet auch heute noch im Hintergrund die Entstehung jedes einzelnen Heftes mit und führt außerdem als der Top-Autor (s. den Beitrag auf S. 98) die Rangliste der fleißigsten Beitragsschreiber für diese Zeitschrift an. Danke für Deine fortwährende Unterstützung, Horst! Auch allen an­ deren Autorinnen und Autoren, die zum Teil schon seit Jahrzehnten für den Jemen-Report schreiben, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt! Und last but certainly not least gilt mein Dank wie immer unserer Layouterin Sabine Schulz, die wie stets mit großer Kreativi­ tät, Geduld, Sinn für Detail und dieses Mal auch unter recht großem Zeitdruck das vorliegende Heft in diese schöne Form gegossen hat.

Marie-Christine Heinze
Redaktion Jemen-Report
im März 2019