Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

der Krieg im Jemen dauert an und mit ihm unsere Fassungslosigkeit und Verzweiflung angesichts der dortigen Ereignisse und der dramatischen humanitären Lage vor Ort. Dennoch sollten wir die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für das Land nicht verlieren. Viele JemenitInnen tun dies auch nicht und setzen sich in positivem Sinne jeden Tag für ihre Nächsten, ihre Nachbarschaft oder die breitere Gesellschaft ein. Nach zwei eher düsteren Coverbildern, die stellvertretend für die schlimme Lage im Lande standen, soll das diesjährige Bild von Amr Attamimi die Träume und Hoffnungen der JemenitInnen, aber auch der Mitglieder der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft für ein besseres Morgen im Lande, symbolisieren. Wir können dazu einen aktiven Beitrag leisten – viele von uns tun dies bereits im Kleinen und im Großen – und die Beiträge in der Rubrik ‚Kulturaustausch‘ regen vielleicht zu neuem oder weiterem Engagement an.

Ganz herzlich möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, den Feedbackbogen zum Jemen-Report auszufüllen und uns zukommen zu lassen. Ihre Rückmeldungen und Anregungen waren für Sabine Schulz und mich sehr wichtig und ich hoffe, dass Sie einige davon – z.B. Zweispaltigkeit, mehr jemenitische AutorInnen – bereits im jetzigen Heft umgesetzt sehen. Letzteres bedeutet natürlich in den meisten Fällen, dass diese Beiträge auf Englisch und nicht auf Deutsch geschrieben werden und ich bin vor allem auch in dieser Hinsicht für Ihre Offenheit hierfür dankbar. Die wichtigste Sprache des Jemen-Reports ist und bleibt Deutsch, aber durch die Möglichkeit, mehr englischsprachige Beiträge aufzunehmen, erhöht sich auch die Vielfalt der Themen und Gelegenheit, mehr jemenitische Stimmen aufzunehmen.

Dass das Layout des Jemen-Reports sich so verändert darstellt, stößt hoffentlich ebenfalls auf Ihre Zufriedenheit. Das veränderte Format erlaubt uns eine größere Gestaltungsvielfalt, ohne dabei alles Bewährte über den Haufen zu werfen. Bitte lassen Sie mich doch per Email (heinze@djg-ev.de) wissen, was Ihnen hieran gefällt oder was Sie sich anders wünschen würden. Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle bei unserer Layouterin Sabine Schulz bedanken, die mit viel Elan und Kreativität an die Umsetzung des neuen Formats herangegangen ist. Alles, was Ihnen gefällt, geht auf ihr Konto. Alles, was Sie stört, auf meines. Auch den AutorInnen danke ich für ihr Engagement und das Vertrauen und hoffe, dass wir mit dem Layout ihren Texten gerecht geworden sind.

Ich hoffe, dass Ihnen der diesjährige Jemen-Report Lust auf den Jemen und auf ein fortgesetztes Engagement in der DJG macht!



Inhaltsverzeichnis

Marie-Christine Heinze

Redaktion Jemen-Report

im März 2018