Editorial

Liebe Leserinnen und Leser des Jemen-Reports,

auch dieses Jahr macht der Jemen-Report wieder mit einem Coverbild auf, das die schrecklichen Zustände im Land widerspiegelt. Wie zum Zeitpunkt des Erscheinens des letzten Heftes ist die Lage im Jemen zum Verzweifeln – und es sieht so aus, als würde der Krieg (trotz aller Möglichkeiten, ihn politisch zu lösen) noch weitere Monate, wenn nicht länger, fortdauern.

Auch wenn es uns aufgrund der mangelnden Berichterstattung deutscher Medien manchmal so erscheint, als versinke der Jemen in Krieg und Chaos, gibt es doch auf vielen Ebenen und in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern Bemühungen von Jemeniten sowie von ausländischen Forschern, internationalen Organisationen sowie den Geberländern, einen positiven Beitrag zu leisten. Hiervon unter anderem berichten die Beiträge in diesem Heft.

Auch Sie können Ihren Beitrag leisten, indem Sie Kontakt zu Jemeniten im Jemen oder im Ausland halten und damit signalisieren, dass die Welt sich für sie interessiert; indem Sie an humanitäre Organisationen spenden (Informationen hierzu gibt es auf der DJG-Website); indem Sie sich für nach Deutschland geflohene Jemeniten engagieren; indem Sie Veranstaltungen zum Jemen organisieren, um über die Lage im Jemen zu informieren (die DJG unterstützt Sie hierbei gerne); oder indem Sie sich bei den einschlägigen Medien über die mangelnde Berichterstattungen über den Jemen beschweren. Möglichkeiten, gegen das Gefühl der Ohnmacht anzuarbeiten, gibt es viele, last but not least ein erhöhtes Engagement in der DJG selbst!

Auch für den Jemen-Report bitte ich Sie um Engagement: Zum einen sind Sie alle dazu eingeladen, selbst Beiträge zu schreiben. Der Jemen-Report dient dem Austausch der Jemen-Community in Deutschland untereinander und das bedeutet unter anderem, dass wir unsere Erfahrungen, Erlebnisse und unser Wissen miteinander teilen und uns auf diese Weise besser kennenlernen. Zum anderen würde ich Sie gerne einladen, durch konstruktives Feedback an der Verbesserung des Jemen-Reports mitzuwirken. Dem diesjährigen Heft liegt ein Umfragebogen bei und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich hierfür ein wenig Zeit nähmen.

Ich hoffe, das Heft macht Ihnen in den derzeit schwierigen Zeiten etwas Freude und Hoffnung. Den Autoren danke ich für die Geduld mit den (teils mehrfachen) Korrektur-, Ergänzungs- und Überarbeitungswünschen; Sabine Schulz wie immer für Ihr zuverlässiges Layout und dem JR-Praktikanten Thomas Pietzsch für seine Unterstützung beim Edieren einiger Artikel sowie für seine Hilfe beim Versand des Heftes.

Marie-Christine Heinze
Redaktion Jemen-Report im Februar 2017

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