Menara

Jemen im Übergang: Editorial

Liebe Leserinnen und Leser des Jemen-Reports,

die Lage im Jemen stellt sich von außen betrachtet düster dar: Die Huthis haben die Hauptstadt eingenommen und sich mit einem Coup an die Macht gebracht, nachdem Regierung und Präsident im Januar dieses Jahres zurückgetreten sind. Wie es im Jemen nun weitergeht, ist unklar, sicher ist jedoch eines: Die kommenden Jahre werden weiterhin von Gewalt, Instabilität und dem Leid großer Teile der Bevölkerung geprägt sein. Für uns als Freundinnen und Freunde des Jemen ist das nur schwer auszuhalten und so wollen wir durch unser Engagement auf den verschiedensten Ebenen den Jemenitinnen und Jemeniten in diesen schwierigen Zeiten beistehen.

Der Jemen-Report will hierzu das Seine beitragen: Er soll über die politischen Entwicklungen im Jemen ebenso informieren wie über die reichhaltige Kultur und Geschichte des Landes sowie über das alltägliche Leben der Menschen. Er soll unseren Blick schärfen für all die Dinge, die der Jemen der Welt zu bieten hat, sowie für die Ideen und Visionen der Leute vor Ort im Engagement für einen ‚neuen Jemen‘. Und er soll auch unsere Aufmerksamkeit richten auf die vielfältigen deutsch-jemenitischen Kontakte, die gemeinsamen Projekte und den alltäglichen Austausch, der die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern und ihren Gesellschaften schon seit vielen Jahrzehnten so eng und stabil macht.

Der vorliegende JR ist wie immer vor allem ein Resultat des Engagements der Autoren, die sich die Zeit genommen haben, aus ihrer Arbeit, ihren Reisen oder aus ihrem Leben für uns alle zu berichten. Ganz besonderer Dank gilt in diesem Jahr Horst Kopp, der mir als Senior-Redakteur und DJG-Weiser stets mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn ich als Nachfolgerin einen Tipp oder Unterstützung beim Korrekturlesen benötigte. Der Wechsel in der JR-Redaktion hätte für mich nicht leichter verlaufen können, da ich Horst Kopp stets zur Stelle wusste – einen herzlichen Dank hierfür!

Ich wünsche Ihnen allen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Marie-Christine Heinze
Redaktion Jemen-Report im Februar 2015


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