Leuchtturm in Aden

Ein langer Weg hat begonnen: Editorial

Zwei Jahre nach Beginn der Revolten hat sich auch im Jemen die Lage noch nicht wirklich „beruhigt“. Statt der Euphorie des Aufbruchs stellen sich nüchterne Analyse, Pragmatismus und das Bewusstsein ein, noch einen langen Weg gehen zu müssen – selbst um dessen Ziel wird noch gerungen. Die Nachrichten enthalten das gesamte Spektrum zwischen „humanitärer Katastrophe“ und „beginnender Konsolidierung“. Mehr denn je ist es jetzt unsere Aufgabe, den Jemen auf seinem Weg zu begleiten – mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Immerhin arbeiten die deutschen Institutionen wieder und „zeigen Flagge“: Botschaft, GIZ, Friedrich-Ebert-Stiftung. Junge Wissenschaftler kommen ins Land, Jemeniten nach Deutschland: von all dem wird in diesem Heft berichtet. Am wichtigsten für uns alle aber ist, die persönlichen Kontakte nicht abreißen zu lassen, auch wenn Tourismus derzeit noch nicht wirklich möglich ist. Wir können damit den Jemeniten Mut machen, sich für eine bessere Zukunft zu engagieren. Wahre Freundschaft bewährt sich in schwierigen Zeiten!

Ihr Redakteur,
Horst Kopp


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