Minara Aden

Zeitenwende - auch im Jemen?: Editorial

Seit Ausbruch des „Arabischen Frühlings“ in Tunesien vor gut einem Jahr ist auch im Jemen nichts mehr wie es war. In der Satzung der DJG steht: „Der Verein wird die deutsche Presse und Öffentlichkeit objektiv durch Publikationen und Veranstaltungen über die Geschehnisse in der Republik Jemen unterrichten.“ Dies gilt in besonderer Weise für den Jemen-Report. Wir können bei aller uns auferlegten „Politik-Neutralität“ nicht einfach „zur Tagesordnung übergehen.“ Deshalb ist der erste Teil des neuen Heftes einer möglichst objektiven Berichterstattung über die Ereignisse im Jemen seit Anfang 2011 gewidmet; dabei nimmt die Friedensnobelpreis-Verleihung an Tawakkul Karman eine besondere Rolle ein.

Kurz vor Drucklegung erreichte mich noch ein aktueller, überaus lesenswerter Augenzeugenbericht aus Sana’a von Charlotte Wiedemann; auch ihr Interview mit der neuen Menschenrechtsministerin Huria Mashhour belegt die spannende Umbruchsituation im Lande. Wir alle hoffen, dass die mit den revolutionären Ereignissen verbundene humanitäre Katastrophe, die das Land heimsucht, bald überwunden sein wird. Die anderen Beiträge im Heft belegen die Vielfalt und Bedeutung der jemenitischen Natur und Kultur – auch jenseits der Tagesereignisse. Hier sei allen Autorinnen und Autoren ausdrücklich gedankt, dass sie dazu beitragen, den Jemen-Report zu einer der besten Zeitschriften bilateraler Gesellschaften zu machen.

Ihr Redakteur,
Horst Kopp


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