Gegen den Krieg in Jemen

Am 15. Oktober 2016 fand in Berlin eine Demonstration gegen den Krieg im Jemen statt. Initiiert wurde sie durch die jemenitische Community in Deutschland, insbesondere jemenitische Studierende. Dringender Anlass war der schwere Raketenangriff auf die Trauerfeier der Familie Roweishan eine Woche zuvor in Sanaa. Hier hatten sich mehrere Tausend Trauergäste in der größten Halle der Stadt versammelt, führende Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Militär, Wissenschaft und Kultur. Etwa 160 Männer wurden getötet, etwa 600 schwer verletzt.

An der Demonstration nahmen etwa 150 Jemeniten und Freunde des Jemen teil. Die wichtigste Losung war: Stoppt den Krieg! Die Demonstration führte von der Saudischen Botschaft über den Potsdamer Platz, vorbei an der US-Botschaft zum Brandenburger Tor. Dort gab es eine Abschlusskundgebung sowie eine eindrucksvolle Fotoausstellung, die viele Berlin Besucher anzog – und schockierte. Unter folgendem Link verweisen die jemenitischen Freunde auf öffentlich zugängliches Material. Die beigefügten Fotos vermitteln einen Eindruck von der Demonstration. Für uns Teilnehmer wurde deutlich, dass weitere Aktionen folgen müssen, solange der Krieg nicht beendet wird. Aktionen, die gut koordiniert werden müssen - mit breiter Beteiligung der deutschen Freunde.

Hanno Ferdinand und Renate Schmidt